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Das Einrichten eines Spinnenterrariums erfordert sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Spinne erfüllt werden und sie in einer artgerechten Umgebung leben kann. In diesem Bericht erfährst du alles Wichtige über das Einrichten eines Spinnenterrariums, von der Auswahl des richtigen Terrariums bis hin zur Gestaltung eines optimalen Lebensraums für deine Vogelspinne.
Größe und Typ:
Die Größe des Terrariums hängt von der Art der Vogelspinne ab. Generell sollte das Terrarium mindestens die doppelte Breite und Höhe der ausgewachsenen Spinne haben. Für kleinere Arten reichen Terrarien mit Maßen von 30x30x30 cm, während größere Arten ein Terrarium von 45x45x45 cm oder größer benötigen.
Die Mindestgröße eines Terrariums sollte 30x20x40 cm betragen, sowohl für erdbewohnende als auch für baumbewohnende Spinnen.
Es gibt verschiedene Arten von Terrarien, wie Glas-, Kunststoff- und Holzkonstruktionen. Glas ist wegen seiner Haltbarkeit und Transparenz sehr beliebt. Achte darauf, dass das Terrarium gut belüftet ist, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Doppellüftung ist wichtig, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern.
Substratwahl:
Das Substrat ist entscheidend für das Wohlbefinden der Spinne. Beliebte Substrate sind Kokosfasern, ungedüngte Blumenerde, Torfmoos, Kokusziegel, Rindenmulch, Sand, Lehm und Steine. Alle diese Materialien sind kombinierbar und können je nach Bedarf gemischt werden.
Für erdbewohnende Vogelspinnen sollte der Bodengrund mindestens 20 cm hoch sein, um das Graben zu ermöglichen. Man kann in einer Ecke ein kleines Loch vorgraben, welches die Spinne schnell ausbauen wird.
Für baumbewohnende Vogelspinnen reicht eine Bodengrundhöhe von ca. 5 cm, da sie mehr Klettermöglichkeiten benötigen.
Verstecke:
Verstecke sind für Vogelspinnen sehr wichtig, da sie sich dort zurückziehen und vor Stress schützen können. Geeignet sind beispielsweise Korkröhren, halbe Kokosnussschalen oder selbstgebaute Verstecke aus Rindenstücken.
Klettermöglichkeiten:
Besonders für baumbewohnende Arten sind Klettermöglichkeiten wie Äste, Korkröhren und Rindenstücke wichtig. Diese sollten stabil befestigt und sicher sein. Diese Arten benötigen viele Klettermöglichkeiten für den Bau einer Wohnhöhle.
Temperatur:
Die optimale Temperatur für die meisten Vogelspinnen liegt zwischen 24-28°C. Dies kann durch Heizmatten oder -kabel erreicht werden, die außen am Terrarium angebracht werden.
Luftfeuchtigkeit:
Die Luftfeuchtigkeit variiert je nach Art der Vogelspinne. Erdbewohnende Arten bevorzugen eine Luftfeuchtigkeit von 60-70%, während baumbewohnende Arten oft 70-80% benötigen. Dies kann durch regelmäßiges Besprühen des Substrats und durch Wasserschalen erreicht werden.
Wasserversorgung:
Vogelspinnen brauchen ständig Zugang zu frischem Wasser. Eine flache Wasserschale ist ideal. Achte darauf, dass das Wasser regelmäßig gewechselt wird, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Fütterung:
Das Futter besteht in der Regel aus lebenden Insekten wie Heimchen, Grillen oder Schaben. Die Menge und Häufigkeit der Fütterung hängt von der Größe und dem Alter der Spinne ab. Jungtiere fressen häufiger als ausgewachsene Tiere.
Reinigung:
Regelmäßige Reinigung des Terrariums ist wichtig, um Schimmelbildung und Parasitenbefall zu verhindern. Kot und Futterreste sollten regelmäßig entfernt werden.
Wartung:
Überprüfe regelmäßig die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Terrarium und passe sie bei Bedarf an. Achte auch auf die Gesundheit deiner Vogelspinne und beobachte ihr Verhalten.
Natürliche Gestaltung:
Eine naturnahe Gestaltung des Terrariums trägt zum Wohlbefinden der Spinne bei. Pflanzen, Moos und Rindenstücke schaffen eine natürliche Umgebung und bieten zusätzliche Verstecke und Klettermöglichkeiten.
Pflanzen sind nicht unbedingt notwendig, können aber zur ästhetischen Gestaltung beitragen.
Dekoration:
Verwende ungiftige Dekorationsmaterialien, die keine Schadstoffe abgeben. Achte darauf, dass keine scharfen Kanten oder spitzen Gegenstände im Terrarium sind, die die Spinne verletzen könnten.
Kleinere Spinnen:
Die Aufzucht kleinerer Spinnen kann in Heimchendosen erfolgen, sofern diese ausreichend Luftlöcher im Deckel und den Seitenwänden aufweisen. Diese Löcher können beispielsweise mit einem heißen Nagel eingebracht werden.
Sub-adulte Tiere:
Sub-adulte Tiere können in Braplastdosen mit einer Mindestgröße von 20x20x20 cm gehalten werden. Achte darauf, dass auch diese Dosen über ausreichende Lüftungslöcher verfügen.
Das Einrichten eines Spinnenterrariums erfordert sorgfältige Planung und kontinuierliche Pflege, um sicherzustellen, dass die Vogelspinne in einer artgerechten Umgebung lebt. Durch die richtige Wahl des Terrariums, des Substrats, der Verstecke und Klettermöglichkeiten sowie durch die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit kannst du eine optimale Lebensbedingungen für deine Spinne schaffen. Eine artgerechte Haltung fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit deiner Vogelspinne und ermöglicht dir, das faszinierende Verhalten dieser erstaunlichen Kreaturen zu beobachten.
Quelle:
1. "Terrarien richtig einrichten: Der umfassende Ratgeber zur Einrichtung von Terrarien für Reptilien, Amphibien und andere Terrarientiere" von Andreas Bender; ISBN: 978-3835410525; Erscheinungsjahr: 2006; Verlag: Verlag Eugen Ulmer
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