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Futter für Futterinsekten selber herstellen

Futterinsekten sollten immer gut ernährt werden, egal ob sie selbst gezüchtet oder vom Großzüchter stammen. Der Nährwert der Insekten hängt stark vom Futter ab, insbesondere vom Inhalt ihres Magens und Darms.

 

Hier eine bewährte Futtermischung:

 

Für Trockenfutter:

  • 20% Haferflocken (fein oder gemahlen)
  • 20% Weizenkleie
  • 20% Dinkel-Vollkornmehl
  • 10% Weizenkeime
  • 10% getrocknete Garnelen (fein gemahlen)
  • 15% Erdnüsse, Leinsamen oder Sonnenblumenkerne (fein gemahlen)
  • 5% getrocknete Petersilie oder Brennnessel

 

Für Feuchtfutter:

  • Grillen: Gurke und Karotte
  • Schwarzkäferlarven: Karotte und Apfel
  • Schaben: Apfel und anderes süßes Obst

Grünfutter für Grillen und Heuschrecken: Löwenzahn, Wegerich, Klee, Vogelmiere, Melde, Quinoa, Weißer Senf, Karotte, Brennnessel, Taubnessel, Kapuzinerkresse.

 

Informatives:

Dinkel ist eine alte Getreidesorte, die wieder beliebter wird und bessere Nährwerte bietet als herkömmlicher Weizen. Haferflocken sind besonders gut für Insekten, da sie hochwertige Proteine und ungesättigte Fettsäuren enthalten. Weizenkleie sorgt hauptsächlich für Ballaststoffe, enthält jedoch wenig verwertbare Vitamine und Mineralien.

Futterpflanzen wie Löwenzahn, Klee und Kapuzinerkresse bieten wichtige Nährstoffe und sind auch im Winter leicht anzubauen. Mehlkäfer, Buffalos und Zophobas können mit calciumhaltigem Garnelenschrot gefüttert werden, bevor sie an die Echsen weitergegeben werden.

Für die Insektenzucht wird kein Trinkwasser benötigt. Der Feuchtigkeitsbedarf wird mit Gurken und Karotten gedeckt. Insekten wie Grillen und Käfer lieben diese Feuchtfutterarten. Zusätzlich sollten sie keine Hefe erhalten, da die Mischung mit Sonnenblumenkernen und Erdnüssen genug Vitamin B liefert.

Vermeide Junkfood wie Matzinger Hundeflocken oder Legemehl, da diese Insekten ungesunde Kohlenhydrate und ungenügende Proteine enthalten. Diese Lebensmittel sind ungeeignet für Echsen, da sie zu Mangelerscheinungen führen können.

Stelle sicher, dass das frische Futter auf Wiesen ohne Gülle gesammelt wird und dass getrocknete Kräuter aus biologischem Anbau stammen.

 

Falls Garnelenschrot nicht erhältlich ist, können gemahlene Bachflohkrebse oder Miesmuschelfleisch als Ersatz dienen.



 

Quellen- und Literaturverzeichnisse:

 

1. „Futtertiere“. F. Bruse, M. Meyer & W. Schmidt (2002). Chimaira Buchhandels GmbH. ISBN 3-930612-65-8

2. „Futtertierzucht“ Ursula Friederich & Werner Volland (1992) Eugen Ulmer-Verlag, Stuttgart ISBN 3-8001-2730-5

3. Mitteilungsblatt "Die Chamaeleo" der AG Chamäleon in der dght, Ausgabe Nr. 39, Erschienen im Dezember 2009,